Zahnfleischentzündung Behandlung

Zahnfleischentzündung Behandlung

Ein Zahnarzt bei der Behandlung einer Zahnfleischentzündung; Quelle: Flickr / shino

Nur die wenigsten Patienten von Zahnärzten schätzen den Besuch der Arztpraxis als etwas Schönes. Vielmehr fürchten sich zahlreiche Patienten vor der zahnärztlichen Behandlung. Doch was macht eigentlich der Zahnarzt bei der Behandlung von Zahnfleischentzündungen? Wie werden diesem im Regelfall bekämpft? Was macht der Arzt, wenn die Hausmittel versagen oder die Zahnfleischentzündung eindach zu weit fortgeschritten ist und unsere Empfehlungen von auf der Seite Zahnfleischentzündung – was tun? nicht mehr funktionieren?

Bakterien im Mundraum müssen entfernt werden

Im Kern geht es bei der Behandlung darum, die bakteriellen Ursachen der Zahnfleischentzündung aus dem Mundraum zu entfernen. Die bakteriellen Beläge werden im Volksmund gerne auch als Plague bezeichnet und sind unter diesem Begriff bekannter. Hunderte Mundbakterien konnten bereits entdeckt und nachgewiesen werden, doch sind sie nur in Ausnahmefällen schädigend für das Zahnfleisch. Dies ist übrigens einer der Gründe, weshalb Krankenkassen empfehlen, einmal jährlich einen Zahnarzt aufzusuchen, der sich um die Entfernung der Beläge kümmert, denn aggressive Bakterien treten unerwartet und plötzlich auf. Das Immunsystem des eigenen Körpers ist gegen viele Bakterienarten gewappnet – nur eben nicht gegen alle. Wer trotz allem diese Grundreinigung selten durchführen lässt, wird daher bei auftretender Zahnfleischentzündung erst einmal eine gründliche Reinigung des Mundraumes erhalten. Erste Symptome, die dafür sprechen, einen Zahnarzt aufzusuchen, sind:

  • Gerötetes Zahnfleisch
  • Schwellungen im Mundraum
  • Blutungen im Mundbereich
  • Dauerhafter Mundgeruch

Spezialbehandlungen des Zahnarztes

Sofern die professionelle Standardbehandlung des Zahnarztes nicht ausreicht, um die Ginigivits (Fachterminus für eine spezielle Form der Zahnfleischentzündung) zu bändigen, greift der Zahnarzt auf weitere Instrumente sowie Ultraschallgeräte zurück, um selbst tiefste Mundwinkel zu erreichen. Nach der Behandlung sollte in jedem Fall eine Politur der behandelten Zähne erfolgen, um die Zähne vor neuen Bakterien zumindest zeitweise in Schutz zu nehmen.

Politur nimmt wichtige Rolle ein

Bildlich kann man sich das wie eine Außenwand eines Hauses vorstellen, die grundgereinigt wird. Sind alle Erdbrocken entfernt, bestehen für kleinste Tiere weniger Möglichkeiten, dauerhaft an der Wand Platz zu nehmen. Bei einer Politur der Zähne wird bildlich gesprochen der Zahn glatt geschliffen, um ein Anhaften neuer Bakterien zu vermeiden. Dementsprechend empfiehlt es sich ausdrücklich und grundsätzlich, regelmäßig eine Zahnarztpraxis aufzusuchen, um der Entstehung von Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.

Ein Zahnarzt zeigt Ihnen, wie man eine Zahnfleischentzündung behandelt. Film ab!

 

 

Patient kann vorbeugend handeln

Neben dem Zahnarzt kann auch der Patient selbst sich vorbeuglich mehrmals täglich um die eigene Mundhygiene kümmern. Dazu gehört neben dem klassischen Zähne putzen, welches mindestens zweimal täglich erfolgen sollte, die Verwendung von Zahnseide oder antibakteriellen Mundspülungen. Auf ein regelmäßiges Auswechseln alter Zahnbürsten etc. sollte dabei natürlich geachtet werden. Die regelmäßige Einnahme von natürlichen Teesorten (bspw. Kamille) trägt ebenfalls positiv zur Vermeidung von Zahnfleischentzündungen bei. Unter Umständen können homöopathische Begleitbehandlungen tun zu einer Besserung des Entzündungszustandes ihr Übriges. All diese Methoden kann der Zahnarzt während seiner Untersuchung ebenfalls dem Patienten ans Herz legen bzw. auf ihre Bedeutung verweisen.

Wenn Sie all diese Hinweise und Tipps beherzigen, dann brauchen Sie hoffentlich nicht so schnell eine Zahnfleischentzündung Behandlung!